Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Eine Autorenseite und Cannabis – Geht das? Natürlich geht das!

Auch ich bin nur ein Mensch und wenn mich meine chronischen Schmerzen im Stakkato-Rhythmus zu 100 Prozent „out of order“ setzen, dann ist guter Rat teuer.

Seit vielen Jahren quälen mich sich stetig steigernde Schmerzen, die oft vor meinem inneren Auge zu einem Bild werden: Ich sehe eine ins Unendliche führende Aufwärtsspirale vor mir, die durch nichts zu stoppen scheint. In mir toben Schmerzkaskaden in allen vorstellbar grellen Farben und schreienden Tönen um die Wette.

Spielt sich nicht gerade ein solches „Highlight“ in mir ab, machen es die standardmäßig immerwährenden Schmerzen im ganzen Körper jeden Tag aufs Neue zu einer Herausforderung, dem Augenblick trotzdem etwas Glanz abringen zu können – sich Glanzmomente zu verschaffen, die einem Doping gleich durch die Zeiten tragen. Darin habe ich es zu einer gewissen Meisterschaft gebracht (siehe meine Texte).

Doch ohne Schmerzmittel geht es schon seit ca. 13 Jahren nicht mehr. Damals begannen die Rückenschmerzen, die mich im Laufe der Zeit immer mehr zermürben. Ich habe eine Spinalkanalstenose und Lipomatose  im LWS-Bereich mit heftigen Ausstrahlungen in die Beine.

Zudem wurde 2013 eindeutig eine Fibromyalgie diagnostiziert, sprich ein Muskel-Faser-Schmerz im gesamten Körper.

Nachdem ich ALLE zur Verfügung stehenden Schmerzmittel durch habe, die entweder nicht (mehr) wirken oder mich mit ihren Nebenwirkungen zusätzlich fertig machen, wurde wie oben schon erwähnt, guter Rat teuer. Da ich mich weigere, Morphine oder Opiate einzunehmen, habe ich mich mit Cannabis vertraut gemacht. Ich habe endlos im Netz recherchiert und eines gelernt:

Es gibt medizinisches Cannabis, das aufgrund seiner – nicht bei jedem einsetzenden - Rauschwirkung durch den enthaltenen THC-Anteil verschreibungspflichtig ist.

Dieses verschrieben zu bekommen, ist ein recht schwieriger Weg durch die Instanzen. Hier in Schleswig-Holstein muss man vorher Morphine genommen haben und damit nicht zurechtgekommen sein, ehe man überhaupt einen Antrag auf Verordnung stellen kann.

Freiverkäuflich als Nahrungsergänzungsmittel kann man CBD-Öle kaufen. Sie sind ein Extrakt aus Hanf, dessen THC-Anteil > 0,2% liegen muss und somit keinen Rausch verursachen kann. CBD steht für Cannabidiol.

Zitat CBD-Ratgeber:

„Cannabidiol (CBD) ist ein Bestandteil der Cannabis Pflanze und hat signifikante Wirkungen auf den menschlichen Körper. Hierbei ist dieser pflanzliche Stoff klar abzugrenzen von dem Wirkstoff THC der Cannabis Sativa. Cannabidiol wirkt kaum bis gar nicht psychoaktiv und wird somit als freiverkäufliches Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. Deshalb nutzen viele Menschen CBD als Hausmittel und stellen dabei eine spürbare Wirkung fest. Ebenfalls wird hochdosiertes Cannabidiol auch in der Medizin eingesetzt.“

Es gibt CBD-Öle in den verschiedensten Zusammensetzungen. Ein Vollspektrumöl enthält alle in der Hanfpflanze enthaltenen Wirkstoffe (Terpene) und ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich, die von 2 %igem Öl bis zu 20 %igem reichen.

Nachdem ich diverse CBD-Öle ausgetestet habe, konnte ich mittlerweile schon ein paar kleine Phasen erleben, in denen sich mein Bewegungs-Schmerz nicht so extrem gezeigt hat, wie ich es gewohnt bin. Das für sich passende Öl zu finden, ist ein Weg durch Versuch und Wirkung. Man darf und sollte unbedingt selbstbestimmt handeln und so gut wie möglich informiert sein.

Das Internet ermöglicht uns Zugriff auf den neuesten Stand des weltweiten Wissens, wir müssen uns nur die Zeit nehmen, um Informationen zu sammeln. Lieber ein paar mehr als zu wenige!

Gerade bei chronischen Erkrankungen ist der selbstbestimmte Patient stets der auf der sicheren Seite.

Ich habe nach reiflicher Überlegung entschieden, dass ein kurzer Abriss der bei mir vorliegenden Schmerzsymptomatik und der daraus resultierende Weg des Suchens nach Hilfe ein Teil meiner Homepage sein müssen – Denn diese Facette meines Lebens ist keine Kleinigkeit, hat ihre Auswirkungen und ist damit Auslöser für vieles.

Wer sich über CBD-Öle informieren möchte, kann hier sehr umfangreiches Material finden:

 

Stellvertretend für alle chronisch geplagten Schmerzpatienten ist dieses Gedicht entstanden:

Schmerz

 

nein, du wirst mir die Kraft nicht rauben

egal, wie du bohrst, wie du stichst oder brennst

nein, ich werde nie an Aufgeben glauben

auch wenn du stets da bist und mich

in Wogen überrennst

 

nein, ich werde nie liegenbleiben

auch wenn du stark bist, alles nur noch in Grau tunkst

nein, ich lasse mich nicht zerreiben

selbst wenn du blitzende Schmerzkaskaden funkst

 

nein, ich werde mich dir nicht ergeben

auch wenn dir täglich eine neue Spielart einfällt

nein, selbst mit dir sind die Tage voll Leben

egal, welche neue Hürde in den Weg du mir stellst

Gemälde von Wolfgang Gemballa 

 

 

Auf der nachfolgenden Seite finden sich weiterführende Links zum Thema "medizinisches Cannabis".

 

 Petra Milkereit, im März 2019

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?